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20.08.2026

Sportmundschutz: Mehr als Zahnschutz

Der Mundgesundheits-Informationsdienst proDente machte kürzlich darauf aufmerksam, dass jeder dritte Unfall, der zu Verletzungen rund um den Mund und im Gesicht führt, beim Sport passiert. Insbesondere Freizeitsportler, aber auch Kinder und Jugendliche erleben solche Verletzungen, die häufig langfristige Schäden nach sich ziehen. Nach wie vor sei individuell gefertigter Sport-Mundschutz nicht so etabliert wie Helme oder Schienbein-Schoner. Es habe für Aufmerksamkeit gesorgt, dass im Jahr 2010 Christiano Ronaldo mit Sportmundschutz aufs Fußballfeld aufgelaufen sei – aber nicht dazu beigetragen, dass solcher Schutz fortan zur Selbstverständlichkeit wurde. Auch die Vermutung, er sei leistungsverbessernd, hatte nicht viel Bewegung ins Thema gebracht. Etabliert hat sich mittlerweile aber das Fachgebiet Sportzahnmedizin, das im Bereich Vorbeugung, Leistung und Schutz von Zahn- und Munderkrankungen wirkt. In der Tat können individualisierte Schienen Leistungseinschränkungen durch Fehlfunktionen von Zähnen und Kiefer entgegenarbeiten. Bei Kontaktsportarten, die besonders verletzungs-riskant sind, kann ein angepasster Mundschutz Stöße abfedern und damit sogar das Risiko für Gehirnerschütterungen reduzieren, er kann Zähne und Kiefer schützen, ebenso Zunge, Lippen und Weichteile: Das bestätigt die wissenschaftliche Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde. Die Dachgesellschaft der zahnmedizinischen Wissenschaft in Deutschland empfiehlt daher Sportmundschutz beispielsweise bei Fußball, Handball, Hockey, bei Mountainbiking und Skateboarding. Die Initiative proDente weist dabei auf einen Qualitätsaspekt hin: Richtig guten Schutz bietet vor allem Sportmundschutz, der individualisiert im Dentallabor hergestellt und angepasst wird.



https://www.dginet.de/patientennews/sportmundschutz-mehr-als-zahnschutz/