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11.08.2026

Pulpa: Alter reduziert Regeneration

Wenn Karies den Zahnschmelz zerstört und nicht gebremst oder beseitigt wird, gelangen die Karies-Bakterienkulturen über die von ihnen fortgesetzte Auflösung des Zahnhatzgewebes immer tiefer in das Zahninnere – bis in die Pulpa. Hier liegen der Zahn-Nerv, Blutgefäße und Bindegewebe dicht beieinander. Das ist der Lebensbereich des Zahnes. Wird die die Blutverbindung zum Körper gestoppt, beispielsweise nach einer Entzündung und Gewebezerstörung, stirbt der Zahn ab. Karies muss rechtzeitig entfernt werden, damit die erkrankte Pulpa sich regenerieren kann. Bei gleich zwei Aspekten spielt dabei das Alter der Patienten eine Rolle: In höherem Alter liegt mehr „Zahnbein“ frei, also das weichere und empfindlichere Zahnmaterial, das in jüngeren Jahren von Zahnschmelz und Zahnfleisch abgedeckt und geschützt ist. Das Risiko für eine Wurzelkaries steigt. Ist die Zahnoberfläche schon angegriffen und wandert die Zerstörung bereits in das Zahninnere, kommt hinzu, dass im Alter das Pulpa-Gewebe auch noch schlechter regeneriert. Chinesische Wissenschaftler haben jetzt an einem Mausmodell getestet, woran das liegt. Eine bestimmte Form von Pulpa-Stammzellen, die in jungen Jahren die Neubildung von Zellen voranbringt, verliert im Laufe der Jahre ihre Kraft für diese Aufgabe. Im Labor-Versuch an den Mäusen zeigte sich, dass dem entgegengewirkt werden könnte: Spezifische Wirkstoffe konnten die Kraft der Stammzellen und die Regeneration der Pulpa verbessern. Ein spannender Gedanke, der allerdings noch in vertiefenden weiteren Studien überdacht und hinsichtlich Praxistauglichkeit geprüft werden muss.



https://www.dginet.de/patientennews/pulpa-alter-reduziert-regeneration/