Kieferorthopädie: Probleme mit Energy-Drinks
Bei Jugendlichen kommen nicht selten zwei Probleme zusammen: Einerseits wird über verschiedene kieferorthopädische Apparaturen das noch junge bleibende Gebiss ist eine gesunde Funktion gebracht, andererseits sehen sich viele junge Menschen angeblichen Erwartungshaltungen an Fitness, Coolness und Akzeptanz gegenüber. Auch das Marketing beispielsweise von Energy-Drinks zielt genau auf diese Schwachstelle. Der hohe Gehalt an Zucker und Säuren ist bekanntermaßen zahnschmelz-schädigend. Tragen die Jugendlichen eine festsitzende kieferorthopädische Apparatur, wie beispielsweise Brackets, wird die Kombination herausfordernd, denn die sorgfältige Zahnreinigung ist ohnehin erschwert: Bakterielle Beläge finden bei den aufgeklebten Halterungen viele Nischen. Wenn die versteckten Bakterienkulturen dann noch mit zuckrigen Getränken „gefüttert“ werden und die Getränke-Säure den Zahnschmelz aufraut, sind Zahnschäden nicht verwunderlich. Zuckerfreie Varianten machen die Lage nicht besser: Auch hier gibt es neben dem hohen Säuregehalt Auswirkungen auf die Plaque und ihre bakterielle Zusammensetzung. Im ungünstigen Ergebnis sind nach einer Bracket-Therapie die Zähne am richtigen Platz – zeigen aber Schmelzschäden wie beispielsweise White Spots oder haben Behandlungsbedarf aufgrund von Karies. Eine Wissenschaftlergruppe stellte sich daher die Frage, ob die Art der Brackets vielleicht Einfluss auf den Erhalt der Mundgesundheit hat, wenn sich der Konsum von zahnschädigenden Getränken nicht stoppen lässt. Im Ergebnis zeigte sich deutlich, dass „innen“ statt auf den Zahnaußenflächen verklebte Brackets Zahnschäden besser vermeiden helfen. Grund ist vermutlich die Zunge, die die Reinigung verbessert, sowie der intensivere Kontakt mit Speichel. Zudem scheint der Zahnschmelz auf der innen liegenden Seite der Zähne resistenter zu sein.
https://www.dginet.de/patientennews/kieferorthopaedie-probleme-mit-energy-drinks/