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07.07.2026

Atemstörungen: Mund- und Wachstums-Probleme

Durch den Mund gelangt nicht nur Nahrung in den Körper, sondern auch Luft. Dass auf das Thema Atmen mit Blick auf die Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde intensiver als bisher geblickt werden muss, machte kürzlich ein Fachartikel in einer zahnärztlichen Zeitung deutlich. Was schon länger im Blick ist: die Mundatmung, verursacht durch Atmungsprobleme durch die Nase und Fehlstellungen von Zähnen und der Kiefer. Auch im Zusammenhang mit Schnarchen ist das Thema „Mund und Atmung“ schon einige Zeit Alltag in Wissenschaft und Zahnarztpraxen – mittlerweile gibt es auch spezialisierte Praxen für zahnärztliche Schlaf-Medizin. Weniger, und wie Wissenschaftler es formulieren: zu wenig werde heute im Praxisalltag auf den Einfluss der Atmung auf die Mundgesundheit selbst geachtet. Ein nicht ausreichend oder im Gegenteil dauer-belüfteter Mund hat eine höhere Anfälligkeit für Karies, die Situation belastet zudem das Zahnfleisch und das Zahnbett. Bei Mundatmung verändert die Zunge oft ihre natürliche Lage und beeinflusst, als starker Muskel, vor allem in der Kindheit durch entsprechende Fehlsteuerung das Wachstum des Gesichts, sie kann eine erschwerte Nasenatmung noch verschlimmern. Aus diesem vielfältig miteinander verbundenen ungesunden Zustand kann oft nur interdisziplinäres Eingreifen von Zahnärzten, Kieferorthopäden, Logopäden, Hals-Nasen-Ohrenärzten und bei Bedarf weiteren Disziplinen heraushelfen. Bei der zahnärztlichen Anamnese solle, so die Autoren des Beitrages in der Fach-Zeitung, ein größeres Gewicht auf die Atem-Situation gelegt und bei Bedarf entsprechend und frühzeitig gehandelt werden.



https://www.dginet.de/patientennews/atemstoerungen-mund-und-wachstums-probleme/