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02.07.2026

Zucker: Entzündungs-Risiko

Eine sorgfältige Mundhygiene ist der wichtigste Faktor für einen gesunden Mund: Das war und das ist der Kernsatz der präventiven Zahnmedizin. Allerdings schließt das aus, dass eine perfekte Mundpflege auch eine feste Garantie für Mundgesundheit ist: Insbesondere Zucker kann über viele andere Wege auch zu Störungen an Zähnen und Zahnfleisch führen. Deshalb machte die wissenschaftliche Dachgesellschaft der deutschen Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde DGZMK kürzlich deutlich, dass auch die Zahnärzte Prävention „breiter denken“ müssen. Zuviel Zucker in der Nahrung könne überall im Körper Entzündungen auslösen, auch beispielsweise am Zahnfleisch im Mund. Zucker stehe mit großen Volkskrankheiten in enger Verbindung, mit Typ-2-Diabetes, Adipositas und auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ernährung sei ein wesentlicher Faktor, um diese Erkrankungen zu vermeiden, zu reduzieren oder stabil in den Griff zu bekommen. Studien hätten belegt, dass dauerhaft hohe Zuckernutzung trotz sehr guter Mundhygiene zu Zahnfleisch-Blutungen und –Entzündungen geführt hatte, und andersherum eine aktuelle Meta-Analyse (Auswertung einer Vielzahl relevanter Studien), dass eine Reduktion von Haushaltszucker eindeutig weniger Zahnfleischbluten mit sich brachte. Hintergrund ist, dass Zucker im Körper über den Blutzucker Entzündungen auslösen kann bzw. vorhandene Entzündungen und Störungen verstärkt: Zucker ist ein Verbindungsglied zwischen Karies und Parodontitis im Mund und schweren Allgemeinerkrankungen im Körper. Man könne daher kariesfreie Zähne haben und dennoch zucker-ausgelöste Entzündungen an Zahnfleisch und Zahnbett. Die wissenschaftliche Dachgesellschaft fordert daher mehr Sensibilisierung für übermäßigen Zuckerkonsum.



https://www.dginet.de/patientennews/zucker-entzuendungs-risiko/