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16.06.2026

Wurzelkaries: eine Herausforderung

Einerseits ist es ein großer Erfolg der Zahnmedizin für Gesundheit, Wohlbefinden und Teilhabe der älteren Generation: Immer mehr ältere und alte Menschen haben noch mehrere eigene natürliche Zähne im Mund und sind nicht auf umfangreiche Prothetik mit möglichen Adaptionsproblemen angewiesen. Andererseits können diese verbliebenen Zähne im Alter leichter an Wurzelkaries erkranken als in jüngeren Lebensjahren, weil das Gewebe um den Zahn sich mit den Jahren zurückbildet und ein Teil der weicheren Zahnwurzel ungeschützt in den Mundraum ragt. Dadurch ist die empfindliche Zahnwurzel, ohne eine starke Oberfläche wie Zahnschmelz zu haben, Säuren und bakteriellen Belägen vergleichsweise schutzlos ausgesetzt. Die Folge: Karies kann sich hier leichter ausbreiten als an den natürlichen, schmelz-geschützten Zahnkronen. Aktuelle Daten der beiden zurückliegenden Deutschen Mundgesundheitsstudien V und VI zeigen, dass sich der Anteil der Menschen mit Wurzelkaries in den etwa 10 Jahren zwischen der Veröffentlichung dieser Studien insbesondere in der Altersgruppe 65 bis 74 Jahre mit fast 60 % fast verdoppelt hat im Vergleich zu den Studienergebnissen im Jahr 2016. Wissenschaftler unterscheiden zwischen aktiver und inaktiver Wurzelkaries: Die inaktive ist meist bräunlich und dunkel bei normalharter Oberfläche der Zahnwurzel, das wird als Zeichen gesehen, dass die Wurzelkaries gestoppt oder stark verlangsam ist. Als aktiv bezeichnet werden kariöse Stellen, die weich wirken und eher hell gefärbt sind, oft zeigen sie teigige Plaque und damit Anzeichen, dass die Zerstörung des Zahngewebes weiter geht. Die Behandlungsmöglichkeiten sind vielfältig, mittlerweile wird vor allem zahnerhaltend therapiert. Dabei werden Fluoride aufgetragen, die die Kariesentwicklung bremsen, und je nach Fall wird das Verfahren durch weitere Maßnahmen wie antibakteriell wirkende Tinkturen ergänzt^.



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