Menstruationszyklus: Auswirkungen auf Mundgesundheit
Wie bereits viele weitere Studien klar gezeigt haben, spielt die hormonelle Situation im Körper eine deutliche Rolle auch bei Veränderungen rund um den Mund, also bei Kieferknochen, Zahnfleisch, Zähnen und Muskulatur. Naheliegend ist es daher, dass sich eine Münchner Wissenschaftlerin intensiver mit dem Aspekt der Menstruationszyklen befasst und kürzlich eine entsprechende Studie mit rund 120 Probandinnen gestartet hat. Voraussichtlich im Herbst sollen erste Ergebnisse vorliegen. Diese werden als relevant erwartet für die zahnmedizinische Praxis hinsichtlich spezifischer Präventionsmaßnahmen bei weiblichen Patienten. Die hormonelle Situation, beispielsweise viel bestätigt im Zusammenhang mit Schwangerschaft, beeinflusst über entsprechende Marker deutlich die Risiken einer Zahnfleisch- oder Zahnbettentzündung, die Neigung zu Blutungen verändert sich und führt zu offenen Stellen im Blutkreislauf. Auch die Zusammensetzung des Speichels und seine Fließfähigkeit werden beeinflusst. Vieles geht dabei zurück auf Veränderungen in der Immunreaktion durch unterschiedliche Östrogenspiegel. Die Wissenschaftlerin berichtete beispielsweise, dass sie in ihrer zahnärztlichen klinischen Tätigkeit in der Parodontologie bei eigentlich mundgesunden Frauen immer wieder Zahnfleischentzündungen gesehen hatte, die klar mit dem Zyklus der Frauen in zeitlichem Zusammenhang standen. Wie eng die Verbindung zwischen dem Hormonstatus und dem Mundgesundheitsstatus ist, sei auch an den bekannten Zusammenhängen zwischen dem postmenopausalen Östrogenabfall und vielfältigen Mundproblemen von Mundtrockenheit, erhöhtem Parodontitis-Risiko und dem „brennenden Mund“-Syndrom ablesbar.
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