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21.05.2026

Zahnstellungskorrektur: Mundhygiene-Aspekte

Bei der Studie einer chinesischen Forschergruppe stand nicht im Vordergrund, ob feste Zahnspangen oder Aligner („Zahnschienen“) die Zahn- bzw. Kieferfehlstellung nachhaltiger regulieren, sondern die Frage, bei welchem Verfahren die Mundhygiene besser oder schlechter ist. Schließlich nützt es wenig, wenn die Fehlstellung korrigiert, der Zahn aber nicht mehr gesund ist. Untersucht haben die Wissenschaftler eine eher kleine Gruppe, nur 24 Teilnehmer – aber die Untersuchung war „randomisiert“ angelegt, also so, dass eine geplante Zuordnung zu spezifischen Gruppen mit vorgegebenen Hygienemaßnahmen entstehen konnte. Ein solches Vorgehen sorgt für eindeutigere Ergebnisse. Und diese zeigten, dass es tatsächlich einen Unterschied für die Zahngesundheit macht, ob feste Zahnspangen für die Behandlung genutzt werden oder herausnehmbare Behandlungsschienen. Die Teilnehmer mit festsitzenden Apparaturen zeigten zum Test-Ende nach 6 Monaten mehr Zahnbelag als diejenigen der Vergleichsgruppe mit den herausnehmbaren Geräten – und sie hatten mehr Zahnfleisch-Entzündungen. Das führen die Forscher nicht zuletzt darauf zurück, dass die „Zahnspangen“-Träger im Biofilm im Mund mehr entzündungserregende Bakteriengattungen hatten als die Aligner-Nutzer. Je nachdem, welche Apparatur man nutzt, wird das natürliche bakterielle Umfeld mehr oder weniger belastet und aus dem Lot gebracht. Zwar müssen die Ergebnisse noch im Rahmen einer größer angelegten Studie vertiefend überprüft werden, dennoch, so die Wissenschaftler, zeige sich schon bei der kleinen Stichprobe, dass hinsichtlich der Mundhygiene bei „Zahnspangen“-Trägern noch mehr Gewicht auf eine sehr sorgfältige Mundhygiene gelegt werden muss.



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