Mundgesundheit: Wie geht es alten Menschen?
Immerhin über 24.000 Menschen, durchschnittlich hohe 78 Jahre alt, haben japanische Forscher untersucht und dabei rund 13 Kernfragen rund um die Mundgesundheit geprüft. Ziel war zu erkunden, welche Störungen in Funktion und Gewebegesundheit am ehesten zu Pflegebedürftigkeit und auch zum Tod beitragen. Bei den untersuchten Aspekten ging es beispielsweise um die Anzahl fehlender natürlicher Zähne und Probleme mit dem Zahnersatz, um trockenen Mund, Karies und Veränderungen und Empfindlichkeiten der Mundschleimhaut. Fast alle diese Kernfragen betrafen Mundfunktionen, die mit der Allgemeingesundheit auf direkte oder indirekte Weise korrespondieren. Im Ergebnis erwies sich die Kaufähigkeit als mit deutlichem Abstand als wichtigste Mundfunktion hinsichtlich der Zielstellung der Studie. Die untersuchten Personen mit besonders schlechter Kaufähigkeit hatten ein um rund 23 Prozent erhöhtes Risiko für Pflegebedürftigkeit und ein um über 15 Prozent erhöhtes Sterbe-Risiko im Verhältnis zur Vergleichsgruppe. Gut kauen zu können trainiert nicht nur eine Vielzahl an Muskeln rund um Gesicht und Kopf, sondern liefert dem Körper auch gut aufbereitete Nahrung, um fitter und gesünder zu bleiben. Eine zu geringe Anzahl an Zähnen, eine schlecht sitzende Prothese oder Schmerzen beim Essen reduzieren demnach nicht nur die Kaufähigkeit, sondern Gesundheit und Kraft des gesamten Körpers. Es geht beim Kauen also um weit mehr als das Zerkleinern der Nahrung.
https://www.dginet.de/patientennews/mundgesundheit-wie-geht-es-alten-menschen/