Neues Sonderforschungsprojekt: intelligente Implantate
Mit mehr als zehn Millionen Euro unterstützt die Deutsche Forschungsgemeinschaft die Fortsetzung und Weiterentwicklung des Sonderforschungsbereiches zu intelligenten medizinischen Implantaten: Das belegt, welch erhebliches Potential diese Forschungs-Förderungs-Institution in der Arbeit des Wissenschaftlerteams seitens der Medizinischen Hochschule Hannover und des Instituts für Werkstoffkunde an der Leibniz-Universität Hannover sieht. Zahnmedizin und Materialkunde arbeiten eng zusammen, um Zahnimplantate so weiterzuentwickeln, dass sie neben ihrer klassischen Aufgabe, dem Abstützen von Zahnersatz, noch weitere Leistungen für die Gesundheit erbringen. Sie sollen aktiv mithelfen, die Sicherheit und Lebensdauer der Implantate zu vergrößern. Dabei geht es darum, dass das verwendete Material erstens von sich aus feststellen kann, ob sich im Umfeld eine Infektion entwickelt. Hat das Implantat eine solche unerwünschte Entwicklung entdeckt, startet es zweitens mit Hilfe von Gewebezellen, physikalischen und chemischen Maßnahmen die Ausheilung des infizierten Bereiches. Vier Themen stehen bei dem Forschungsprojekt im Fokus: die Verhinderung von Implantat-Komplikationen, das Erkennen solcher Komplikationen, das Entgegenwirken bei solchen Entwicklungen und sichere Implantate, die das Vertrauen von Wissenschaft, Praxis und den Patienten in die implantologische Versorgung weiter erhöhen. Die Erkenntnisse dienen beispielsweise auch Hör-Implantaten sowie Produkten für weitere implantologische Einsatzgebiete.
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