Erektile Dysfunktion: Parodontitis beteiligt?
Ein großes Thema im Feld der Männergesundheit ist die Erektile Dysfunktion: Das bedeutet, der Betroffene kann keine für den Geschlechtsverkehr notwendige Erektion bekommen oder diese nicht aufrechterhalten. Wie Prof. Dr. James Deschner, Vorsitzender der European Federation of Periodontology kürzlich berichtete, bergen die bekannten belastenden Einflüsse einer Parodontitis auch im Bereich der Männergesundheit Risiken. Hier steht zuvorderst die Erektile Dysfunktion im Blick, aber auch das Prostata-Karzinom scheint eine Verbindung zur Parodontitis zu haben. Aktuelle Studien zeigten, dass das Risiko für Männer, eine Erektionsstörung zu bekommen, zwei- bis dreimal höher ist bei denjenigen mit bakterieller Zahnbettinfektion als bei der gesunden Vergleichsgruppe. Genaugenommen könne man aber nicht von einem singulären Ursache-Folge-Prozess sprechen – vielmehr bestätige sich, dass Mundraum und Allgemeingesundheit in einem Gesamtzusammenhang stehen. Viele Gesundheitsstörungen oder Erkrankungen, die bisher schon bekannt sind als Risikofaktoren für eine erektile Dysfunktion wie Bluthochdruck, schlecht eingestellter Diabetes, Herz-Kreislauf-Störungen beispielsweise, haben ihrerseits eine Verbindung zu Parodontitis. Professor Deschner appellierte an die Männer, ein besseres Gesundheitsbewusstsein zu entwickeln und auf tägliche sorgfältige Mundhygiene zu achten. Das könne dazu beitragen, einer erektilen Dysfunktion vorzubeugen.
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